Die Geschichte unserer Schule

Die Schule wurde vor 130 Jahren gegründet. Das ist für Ruhrgebietsverhältnisse sehr früh. Im Juli 1878 bezogen die ersten Schüler ihr neu erbautes Gebäude an der Ecke Vestische Straße  / Fahnhorststraße. Es befindet sich noch heute dort. Dies war die erste evangelische Schule in Osterfeld und Umgebung. Ihr Name war deshalb "Evangelisches System 1".

Durch den enormen Zuzug von Arbeitskräften reichte der vorhandene Platz schon nach wenigen Jahren nicht mehr. Deshalb wurden in den folgenden Jahrzehnten weitere Schulneubauten in Nachbarstadtteilen notwendig.                 

Trotzdem   musste 1902 ein neues Gebäude an der Kapellenstraße errichtet werde. Es lag in Sichtweite der alten Schule, die auch weiterhin benutzt wurde. Schon nach zwei Jahren musste angebaut werde und 1910 noch einmal. In den folgenden zwei Jahrzehnten bleb es dabei, dass die Schule aus zwei Gebäuden bestand. Auf Dauer war das kein haltbarer Zustand, weil trotz ihrer Nähe eine verkehrsreiche Straße zwischen ihnen lagen. Deshalb wurde im Jahre 1928 - zum 50jährigen Jubiläum der Schule - ein letzter großer Bauabschnitt fertiggestellt. Nun erst konnte das alte Schulgebäude aufgegeben werden.

Die Schule erhielt den Namen "Hindenburgschule" und hatte zu diesem Zeitpunkt das modernste Gebäude aller Osterfelder Schulen. An seinem Escheinungsbild hat sich seitdem fast nichts verändert. Rein äußerlich änderte auch die Machtübernahme der Nationalsozialisten nichts. Innerhalb der Mauern blieb aber nichts, wie es bisher war. Die Diktatur bestimmte von nun an das organisatorische Leben in der Schule und alle Inhalte bis in den letzten Winkel.


Nur zehn Jahre später, 1943, musste die Schule aufgrund der zunehmenden Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg für zwei Jahre geschlossen werden. Die Schüler wurden größtenteils in ländliche Regionen weit außerhalb des Ruhrgebietes verschickt. Als sie ihre Schule wiedersahen, war diese schwer beschädigt und in Teilen sogar zerstört.

Die Arbeit wurde unter sehr schwierigen Bedingungen notdürftig wieder aufgenommen. Aber schon  zweieinhalb Jahre nach Kriegsende waren alle Gebäudeteile  wieder nutzbar, bzw. neu aufgebaut. Es dauerte allerdings noch etliche Jahre, ehe auch die Inneneinrichtung wieder  dem Vorkriegsstandard entsprach.

1946 beschlossen die Eltern der Schule mit großer Mehrheit das evangelische Bekenntnis und einen neuen Namen: "Kantschule". Das war nun bereits der dritte, aber ein vierter sollte gut zwanzig Jahre später noch folgen.

Im Jahre 1968 trat ein große Schulreform in NRW in Kraft - die Trennung der bisherigen Volksschule in Grund- und Hauptschule. Die bisherige evangelische Kantschule hörte als  ehemalige Volksschule auf zu existieren. Aber das Gebäude wurde als Grundschule weitergeführt, bis heute. Diese neue Grundschule erhielt den Namen "Osterfelder-Heide-Schule". Den gab es bereits vorher an anderer Stelle, und zwar im Schulkomplex an der Erikastraße in Eisenheim. Unter älteren Schülern führt dieser Namensumzug bis heute zu Verwechselung und Verwirrung.


Mit dem neuen Namen zog auch eine neue Konfession in das alte Gebäude ein. Nach vielen Jahrzehnten evangelischer Ausrichtung wurde die Schule nun katholisch, allerdings nur sieben Jahre. Dann setzte sich eine Elterninitiative durch und seitdem ist es eine Gemeinschaftsschule. Mitte der siebziger Jahre wurden die ersten Kinder von Gastarbeitern angemeldet, später folgten auch Aussiedler und einige Asylbewerber. Heute besucht eine bunte Mischung von Kindern unterschiedlicher Herkunft und Muttersprachen diese Schule.

In den letzten Jahrzehnten haben sich nicht nur die Zusammensetzung der Bevölkerung geändert, sondern auch die Arbeits- und Lebensbedingungen. Deshalb gibt es inzwischen einen großen Bedarf an Kinderbetreuung über den traditionellen Schulvormittag hinaus. Im Jahre 2007 entstand auf einem Teil des weitläufigen Schulgeländes ein modernes Gebäude zur  Ganztagsbetreuung.


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© Osterfelder-Heide-Schule